Übung - Zimmerbrand Asylwerberheim Koller

Datum: 14.09.2015 Uhrzeit: 19:00 Ort: Hauptstraße

Übungsannahme: Zimmerbrand im Asylwerberheim „Koller“. Vermisste Personen eingeschlossen.


Übungsziel:
Retten der vermissten Personen sowie rasche Brandbekämpfung. Evakuierung der 38 nicht deutschsprachigen Asylwerber. Schulung der Kameraden im Umgang mit fremdsprachigen Personen.


Übungsablauf:
Nach dem Antreten vor dem Rüsthaus rückten RLFA 2000, SLF-A und MTF-A zum Einsatzort aus. Durch die Lageerkundung des Übungseinsatzleiters stellte sich heraus, dass es nicht einfach ist, festzustellen wieviel Personen vermisst werden, da nur wenige Asylwerber etwas deutsch sprechen. Aus diesem Grund wurden vom Übungseinsatzleiter zwei Atemschutztrupps ins zweite Obergeschoss geschickt, welches zur Gänze verqualmt war um das gesamte zweite Obergeschoss zu durchsuchen und mit der Brandbekämpfung zu beginnen. Des Weiteren wurden zwei Trupps ohne Atemschutz in das erste Obergeschoss geschickt, um darin gebliebene Asylwerber, welche den Alarm nicht verstanden hatten, zu evakuieren.

Während der Anfahrt rüstete sich im RLFA 2000 und im SLF-A jeweils ein Atemschutztrupp aus. Am Übungsobjekt angekommen, rückte der Atemschutztrupp sofort mit einem Hochdruckrohr zur Personenrettung ins Gebäude vor. Der Atemschutztrupp des SLF-A folgte kurze Zeit darauf um den ersten Atemschutztrupp bei der Personenrettung zu unterstützen. Es wurde eine verletzte Person im zweiten Obergeschoss vom Atemschutztrupp gefunden und ins Freie gebracht. Anschließend wurde sofort mit der Brandbekämpfung mittels C-Hohlstrahlrohr begonnen.

Von SLF-A wurde eine Versorgungsleitung mit der Schlauchhaspel für den RLFA 2000 vom naheliegenden Gurklfuss aufgebaut. Zusätzlich verwendete der RLFA 2000 einen zweiten Hydranten um eine ausreichende Wasserversorgung zu gewährleisten. Da es sich um ein sehr hohes Gebäude handelt wurde versucht, ob es möglich ist mittels B-Strahlrohr und Wasserwerfer (ohne Drehleiter) eine Brandbekämpfung des Dachstuhles von außen zu unterstützen.

Anschließend wurde den Asylwerbern der Umgang mit dem Feuerlöscher näher gebracht und die Fluchtwege des Objektes gemeinsam besichtigt. Bei dieser Übung stellte sich heraus, dass es nicht einfach ist, einen solchen Einsatz in gewohnter Art abzuarbeiten, da die Verständigung mit den Bewohnern schwierig ist. Es stellte sich auch heraus, dass auch bei einem Zimmerbrand in diesem Gebäude sofort mehrere Feuerwehren alarmiert werden müssen, da man mit eigenen Mitteln und Mannschaft an seine Grenzen stößt.


Bei der Schlussbesprechung bedankte sich der Kommandant bei Familie Eisner für die Bereitstellung des Übungsobjektes
und bei den Asylwerbern für die Bereitstellung Ihrer Quartiere.


Im Übungseinsatz standen
FF - Strassburg (RLFA 2000, SLF-A, MTF-A mit 16 Mann)